Tageslosung

Dienstag, 12.12.2017
Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.
Psalm 119,172
© Evangelische Brüder-Unität
Herrnhuter Brüdergemeine

Gottesdienste

Freitag 15.12.2017
18:00 Lippoldsberg
(Abendgebet)

Samstag 16.12.2017
10:00 Klinik Lippoldsberg
11:00 AHZ Lippoldsberg
17:00 Oedelsheim

Sonntag 17.12.2017
10:45 Arenborn
  - - -  Gewissenruh
10:45 Gieselwerder
  - - -  Gottstreu
  - - -  Heisebeck
17:00 Lippoldsberg
  - - -  Oedelsheim
10:00 Vernawahlshausen

Montag 18.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gottstreu

Dienstag 19.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gottstreu

Mittwoch 20.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gieselwerder
18:00 Gottstreu
19:00 Oedelsheim

Donnerstag 21.12.2017
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Gieselwerder
19:00 Oedelsheim

Freitag 22.12.2017
18:00 Gieselwerder
(Zeit der leisen Töne)
18:00 Lippoldsberg
(Abendgebet)
19:00 Oedelsheim
(Zeit der leisen Töne)

Aktuelles

Brücke zum Nachbarn
(Gemeindeblatt PDF)

Herbst/Winter 2017 | Archiv


Der gute Gedanke
im Dezember

Ja, is' denn heut scho' Weihnachten?


Konzertgottesdienst
3. Advent Samstag 16.12.2017, 17 Uhr, Martinskirche Oedelsheim

mit dem MGV, dem Posaunenchor und Colours of Music


Adventskonzert
Sonntag 17.12.2017 17.00 Uhr Klosterkirche Lippoldsberg

Die Chöre der Klosterkirche beschließen mit dem Adventskonzert die diesjährige Konzertreihe in Lippoldsberg. Aufgeführt werden Magnificat-Vertonungen aus unterschiedlichen Zeiten und Ländern von Vaughan-Williams, Wood und Telemann sowie festliche und populäre Bläsermusik.
12 Euro/erm. 8 Euro
Vorverkauf und Tageskasse in der Klosterpforte

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

( Hesekiel 36,26 )

Märchengottesdienst - Tierpark Sababurg

Einführung

"Das Leben eines Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen."    (Hans Christian Andersen)

Die Wahl des Tierparks Sababurg und des Reinhardswaldes als Gottesdienstort legt die Beschäftigung mit Märchen nahe, zum einen wegen der märchenhaften Landschaft, zum anderen wegen der Verortung der Sammeltätigkeit der Brüder Grimm in unserer Region. Es liegt am Fuße des "Dornröschenschlosses" einfach näher, von Dornröschen zu erzählen, als beispielsweise von Paulus auf Malta.

Dornröschenschloss Sababurg
Dornröschenschloss Sababurg

Märchengottesdienst - kann es so etwas überhaupt geben?

Gibt es am Ende einen "Gott der Märchen", dem wir dienen? Das wohl nicht, aber Gottes Spuren lassen sich auch in der Sprache der Märchen wiederfinden. Und die Pfingstzeit, in die der Tierparkgottesdienst alljährlich fällt, ist seit jeher die Zeit, in der Christen Grenzen überschritten und sich aufgemacht haben, um den Geist des einen Gottes in vielen Sprachen zu entdecken.

Der Altstestamentler Hermann Gunkel hat im Rahmen seiner formgeschichtlichen Forschungen schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf Märchenmotive in der hebräischen Bibel hingewiesen, die zwar zähmend intergriert, aber nie völlig ausgeschieden wurden.

Vor allem vom Neuen Testament ist bekannt, dass das Christentum als Verschmelzung verschiedener Religionen und Kulte entstand, das heißt dass die Christen ihre Glaubensüberzeugungen unter zu Hilfenahme vorgefundener antiker Mythen ausgedrückt haben (Hugo Rahner: Antike Mythen in christlicher Deutung).


"Nicht Kinder nur speist man mit Märchen ab."

Das meinte schon Gotthold Ephraim Lessing. Märchen sind kein Kinderkram. Oder wenn, dann müssten wir wieder werden wie die Kinder, wie Jesu uns rät. Die archaischen Märchenstoffe führen zurück in eine sehr frühe Schicht von Erzähltraditionen und damit auch in frühe Denkmuster unseres Bewusstseins.

Im Gegensatz zum Mythos treten im Märchen nicht geläuterte Götter- und Heroengestalten auf, sondern kleinere, einzelne Geister, in denen sich aber - ähnlich wie in Engelbildern - durchaus Teilaspekte Gottes finden lassen.

Angeregt durch eine Neuentdeckung der Märchen von tiefenpsychologischer Seite (z.B. Bruno Bettelheim, Ingrid Riedel, Gidon Horowitz aus Göttingen), haben auch Theologen (Robert Bly, Richard Rohr, Axel Denecke) begonnen, sich intensiver mit dem mythologischen Substrat der Märchenstoffe zu befassen.

In dem Maße wie Gott nicht mehr nur in der Höhe (als Spitze einer hierarchisch festgefügten Ordnung), sondern in der Tiefe der subjektiven Erfahrungen gesucht und gefunden wird, wird das Unbewusste als Quellort religiöser Erkenntnis bedeutsam.


Aschenputtel liest die Linsen aus
Aschenputtel tief in Gedanken

Zur Darstellung des Märchens legt sich das szenische Spiel nahe. In der Regel wird der Erzählrahmen gelesen, während einzelne Szenen von Jugendlichen dargestellt werden. Ohne allzu aufwändige Requisitenausstattung gewinnt die Inszenierung durch das konzentrierte Spiel dennoch an Kraft.

Fundevogel - Märchengottesdienst im Tierpark Sababurg
Dieser Schuh passt nur der wahren Braut

Das Nach- und Ineinander von erzählerunterstütztem Spiel und Interpretation ermöglicht es, die körperlichen, geistigen und seelischen Aspekte des Märchens in großer Dichte miteinander zu entfalten.

 

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Posaunenchor Lippoldsberg.

Die Märchengottesdienste werden durchgeführt vom Ev. Gesamtverband Oberweser in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kassel als dem Träger des Tierparks Sababurg.


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