Tageslosung

Donnerstag, 25.05.2017
Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
Sacharja 6,15
© Evangelische Brüder-Unität
Herrnhuter Brüdergemeine

Gottesdienste

Donnerstag 25.05.2017
Himmelfahrt

10:30 Gieselwerder
10:00 Lippoldsberg
10:00 Vernawahlshausen

Freitag 26.05.2017
18:00 Lippoldsberg
(Abendgebet)

Samstag 27.05.2017
10:00 Klinik Lippoldsberg
11:00 AHZ Lippoldsberg

Sonntag 28.05.2017
  - - -  Arenborn
  - - -  Gewissenruh
  - - -  Gieselwerder
  - - -  Gottstreu
10:45 Heisebeck
10:00 Lippoldsberg
11:45 Oedelsheim
  - - -  Vernawahlshausen

Aktuelles

Brücke zum Nachbarn
(Gemeindeblatt PDF)

Frühjahr 2017 | Archiv


Der gute Gedanke
im Mai

Frühjahrskur


Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

( Hesekiel 36,26 )

Der gute Gedanke

Frühjahrskur

Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Manchmal tut’s weh. „Kommt vom vielen Sitzen“, sagt mein schlauer Kollege. Recht hat er. Hilft aber auch nicht weiter. Zeit für eine Frühjahrskur.

Ich gehöre ja seit einiger Zeit zur Gruppe der „bestagers“. Früher hätte man gesagt: „Ein Mann im besten Alter“.

Auch für Männer hat die Kosmetikindustrie einiges im Angebot: Anti-Aging Programme. Faltenlos altern. Doping für die Haare. Abnehmen mit Yoklebe, oder wie das heißt – nicht nur für Frauen. Versprochen wird beinahe alles – vor allem „Re-Vitalisierung“ – also Wiederbelebung!

Na ja, denke ich, das ist ja wie Ostern selbstgemacht. Ein bisschen Creme ins Gesicht, die Haare gefärbt, ein paar Kilo weniger. Schon trimme ich mir die Auferstehung an den Leib. Ach, sind wir christlich.

Im Ernst, das ist die große Sehnsucht: Revitalisierung. Wiederbelebung. Frisch zur Arbeit gehen. Mit Schwung zur Schule. Mit Spaß leben. Frisch, fromm, fröhlich frei! Aus grauen Mäusen werden junge Adler.

Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Manchmal tut’s weh. Sieben elend lange Wochen wird in unseren Kirchen vom Kreuz erzählt. Das tut weh. Solls auch. Und ich ahne schon: Diese jährliche Frühjahrskur der Passionszeit lässt sich nicht mit Cremes und ein paar Runden Joggen um den Heuberg durchstehen. Hier geht’s ans Eingemachte. Das reicht tiefer als Gesichtsfalten und Bauchspeck.

Jedes Jahr wieder ist die Geschichte vom gekreuzigten Jesus ein Stachel im Fleisch. Ein Ärgernis. Für manche eine Dummheit. Die Geschichte stößt uns auf das Leid in der Welt. Und auf das eigene Leid. Sie erinnert daran, dass Leben immer auch auf Kosten anderer geschieht. Die Geschichte lenkt ihren Blick auf das, was ich mir und anderen schuldig bleibe: auf Verrat, Untreue, Schuld, Gottferne.

Die Passionsgeschichte erzählt auch von Hingabe. Gott lässt mich in meinem Leiden und Versagen nicht allein. Jesus hat die Hingabe Gottes sichtbar gemacht. Wer sich an ihn hält, ist hineingenommen in Kreuz und Auferstehung.

Das ist eine Frühjahrskur heavy. Es geht um einen inneren Prozess. Nachdenken, bekennen, beten. Und umso leuchtender, beschwingter und fröhlicher werden wir Ostern feiern. Das Kreuz wird zum Lebensbaum.

Pfarrer Thomas Schrader


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