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Gottesdienste

Sonntag 13.09.2026
15. S. n. Trinitatis

09:30 Oedelsheim (Jubelkonf.)
10:45 Heisebeck (Jubelkonf.)
11:00 LIppoldsberg (Goldene Konf.)
10:30 Vaake (Jubelkonf.)

Mittwoch 16.09.2026
09:30 AHZ Lippoldsberg
10:45 Klinikkapelle Lippoldsberg

Freitag 18.09.2026
18:00 Lippoldsberg (Abendgebet)

Online-Angebote

Kurzandacht zum 15. S. n. Trinitatis
(13.09.2026)
Pfarrerin Elke Herich-Schrader

Brücke zum Nachbarn

Herbst 2026 | Archiv

Kulturelles

Harfenfest
Samstag 19.09.2026 19.00 Uhr Klosterkirche Lippoldsberg
Von Skandinavien nach Südamerika

Ein Harfenfestival ist immer auch eine kleine Weltreise, denn Harfen in unterschiedlicher Gestalt gibt es fast in allen Kulturen. Petra Kleine-Huxel (Harfe) & Rolf Brüggemann (Flöten) stellen die irische Harfe als ideales Instrument für meditative Klängen vor, die vereint mit sanften Tönen der Quer- und Bambusflöte die Seele umschmeicheln. Sören Wendt lässt in skandinavischen Liedern die Ruhe der Landschaft lebendig werden und öffnet einen "Ausblick gen Norden", wo auch gerne fröhlich getanzt wird. Burghard Stimpel bringt südamerikanische Rhythmen und energievolle Melodien aus aller Welt sowie eigene Kompositionen zu Gehör.

Eintritt: 18 € / erm. 15 €

Der gute Gedanke

Wochenspruch

15. S. n. Trinitatis
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. | 1. Petrus 5,7
Andacht lesen

14. S. n. Trinitatis
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. | Psalm 103,2
Andacht lesen


Collage: Glocke und Kerze
Zünden Sie eine Kerze an und läuten Sie die Glocken zum Gebet:

Über unsere E-Mail-Formulare können Sie auch anonym an den Pfarrer/die Pfarrerin Ihrer Wahl Gebete schicken, die wir gerne für Sie in die Kirche tragen.

Pfarramt Lippoldsberg
Pfarramt Oedelsheim

Tageslosung

Samstag, 12.09.2026
Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben.
5. Mose 4,9
© Evangelische Brüder-Unität
Herrnhuter Brüdergemeinde

Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

(Offenbarung 21,5)

Lippoldsberg - Klosterkirche St. Georg und Maria


Klosterkirche Lippoldsberg - Westwerk mit Turm

Baugeschichtliche Bedeutung der Klosterkirche St. Georg und Maria

Die ehemalige Klosterkirche Lippoldsberg ist ein herausragendes Beispiel für eine fast unverändert erhaltene romanische Klosterkirche aus der Mitte des 12. Jahrhunderts.

Von Benediktinerinnen bewohnt, gehörten auch Klostergebäude im Norden der Kirche zu dem Besitztum, die jedoch im 19. Jahrhundert abgerissen wurden.

Einzige auffällige Änderung an dem wie aus einem Guss wirkenden Bau ist die vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Doppelturmfassade, von der zumindest der Südturm im Jahre 1722 mit einer Barockhaube wieder hergestellt wurde.

Klosterkirche Lippoldsberg - Seitenschiff

Die Kirche ist eine einheitlich entstandene dreischiffige Basilika im quadratisch gebundenen System mit Querhaus. Der gedrungene, weitgehend ungegliederte Bau besteht aus graubraunem, ursprünglich sicherlich verputztem Sollingsandstein und ist in abwechselnd breiten, horizontalen Steinlagen aufgemauert.

Das Langhaus umfasst drei Joche mit jeweils einer Doppelarkade und einem westlichen Schmaljoch, der Chor ist wiederum basilikal aufgebaut, wobei der Haupt- und die zwei Nebenchöre mit halbrunden Apsiden geschlossen sind.

Klosterkirche Lippoldsberg - Seitenschiff

Im Westen des Baus erstreckt sich eine Säulenhalle, über der die Nonnenempore liegt, die ursprünglich vom Kreuzgang aus zu erreichen war. Mit Ausnahme des gotischen Spitzbogenfensters in der Westfassade sind die Fenster rundbogig geschlossen - im Sinne des gebundenen Systems kann ein Obergadenfenster zwei Seitenschifffenstern zugeordnet werden.

Im Jahre 1139 wird der Augustiner-Chorherr Günther von Halberstadt aus dem Kloster Hamersleben Propst von Lippoldsberg. Bei seinem Papstbesuch in Rom wird seine Wahl vom Kirchenoberhaupt bestätigt.

Klosterkirche Lippoldsberg - Sakristei

Unter tatkräftiger Unterstützung des Mainzer Erzbischofs Adalbert machte sich Günther nun an den Neubau von Kloster und Kirche. 1151 verzeichnen die Quellen die Vollendung der Kirche, obwohl die Weihe noch nicht vollzogen war.

Das Kloster entwickelte sich in der Folgezeit zu großer Blüte, was sich auch im Reichtum seiner Bibliothek manifestierte: So wurde das Hardehäuser Evangeliar, ein kostbares Werk romanischer Buchmalerei, vom Kloster Helmarshausen für Lippoldsberg gefertigt.

Klosterkirche Lippoldsberg

Aber nicht nur die Geschichte des Klosters, sondern auch Konzeption und Bauweise der Klosterkirche selbst sind von großer architekturgeschichtlicher Relevanz und zeigen eine gelungene Symbiose aus ganz verschiedenen baulichen und religiösen Einflüssen. So ist Lippoldsberg die erste Kirche in Nord- und Mitteldeutschland, die vollständig eingewölbt ist.

Der Bauschmuck ist allgemein zurückhaltend und doch motivisch vielseitig: Dazu gehören die Kämpfer, die Kapitellornamentik, die attischen Basen und die besonderen viertelkreisförmigen Konsolen, auf denen die Gewölbe ruhen. Besonders die Pfeilergliederung mit Ecksäulen ist in zahlreichen Kirchen des Weserraums bis nach Sachsen hinein nachgeahmt worden.

Klosterkirche Lippoldsberg - Altes Portal

Am äußeren Sockelbereich umläuft das sogenannte "Gandersheimer Profil" den Bau und in die Westfassade des Turms ist ein prachtvolles Portal eingelassen, dessen Tympanon in zwei Viertelkreisfelder geteilt ist - eine der künstlerischen Eigenarten im Bauschmuck Niedersachsens zwischen 1150 und 1250. Nicht zuletzt aufgrund dieser einzigartigen Bauornamentik spricht man von der "Lippoldsberger Bauschule".

Klosterkirche Lippoldsberg - Altes Portal

Die Anregungen, die in die Lippoldsberger Kirche eingeflossen sind, sind ebenso vielfältig wie die Einflüsse, die von ihr aus über die Landesgrenzen hinweg ausstrahlten. Die herausragende historische Bedeutung der romanischen Klosterkirche, ihre künstlerische Stellung in der Architekturgeschichte und ihre große überregionale Wirkung sowie die Einheitlichkeit des Erhaltungszustandes sind für die besondere nationale kulturelle Bedeutung bestimmend.

Auszug aus dem Baugutachten

Wiesbaden, den 3.12.2002
Prof. Dr. Weiß (Präsident des Landesamts für Denkmalpflege)

Ausführliche Informationen über die Klosterkirche finden Sie unter klosterkirche.de

- Geschichte der Klosterkirche Lippoldsberg
- Kunsthistorische Einordnung
- Interaktiver Hörführer
- Lippoldsberger Evangeliar


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